[Rezension] „Fiesta“ von Ernest Hemingway

Ach, ich mag dich, Hemingway.

Der Ich-Erzähler Jack, genannt Jake, Barnes gehört zu dem Durchschnitts- Typ Mann. Er ist eher ruhig und reserviert, spielt sich nicht in den Vordergrund, ist dafür aber verlässlich. Sein Bekannter Robert Cohn verkörpert als Amateurboxer das Gegenteil von ihm. Auch Mike und der spanische Matador Pedro Romero lassen Jake im Vergleich blass aussehen.


Nicht zu vergessen: Lady Brett Ashley. Sie ist Dreh- und Angelpunkt dieser aus viel Wein und vielen Festen bestehenden Geschichte. Sie verdreht den allen hier aufgezählten Männern reihenweise den Kopf und doch weiß sie nie was oder wen sie eigentlich will. Dadurch bringt sie sich permanent in Schwierigkeiten und immer wieder ist es Jake, der sie retten soll. Dabei wird er selbst jedes Mal unglücklicher: „Tagsüber ist es ungeheuer einfach, alles auf die leichte Schulter zu nehmen, aber nachts sieht das ganz anders aus.“
Mit„Fiesta“schafft es Hemingway den Leser in eine Stimmung zu versetzen, die geradezu selbst nach Fiesta schreit. Man sollte das Buch an sommerlichen, lauen Abenden lesen –  und genießen. Denn das ist es, ein Buch für Genießer. Es liefert keine neuen Erkenntnisse, ist dafür sprachlich grandios (wenn auch nicht ganz so grandios, wie man es von „einem Hemingway“ gewohnt ist)  und temporeich und lässt sich, abgesehen von ein paar kleinen Längen, schnell und unproblematisch durchlesen.

Weitere Eckdaten:

Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag – ca. 320 Seiten – engl. Originaltitel: Fiesta – The Sun Also Rises

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