Kurzrezension zu Eleanor Catton – „Die Anatomie des Erwachens“

Sprachlich toll, aber eine für mich unzusammenhängende und teils verwirrende Geschichte

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Eleanor Catton konnte mich bereits mit ihrem preisgekrönten Buch „Die Gestirne“ überzeugen, weshalb ich mich sehr darauf gefreut habe, ihren Erstling „Die Anatomie des Erwachens“ zu lesen. Für „Die Gestirne“ habe ich drei Anläufe gebraucht, um mich in die Geschichte einfinden zu können. Das lag zum einen an der raffiniert konstruierten Geschichte und zum anderen an den vielen Personen, die ich erst nach einiger Zeit richtig miteinander in Verbindung bringen konnte. Es ist Cattons Schreibstil zu verdanken, dass ich am Ball geblieben bin, denn der ist wirklich phänomenal.

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[Rezension] „Du sagst es“ von Connie Palmen

Authentisch und bewunderswert

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Connie Palmen ist mit „Du sagst es“ etwas gelungen, was ich selbst nicht für möglich gehalten hätte. Mit eindrucksvoller, teils poetischer, teils sehr ehrlicher Sprache beschreibt sie fiktiv das Leben, die Liebe, die Ehe und den Schmerz von Sylvia Plath und Ted Hughes – und das auf sehr authentische Art und Weise, die man nur bewundern kann.

Plath und Hughes sind keine unbekannten Literaten, über beide gibt es zahlreiche Biographien und die Mythen ranken sich um Sylvia Plaths Tod. Nach ihrem Selbstmord galt Ted Hughes als „der Schuldige“, wobei er sich hierzu selbst nie äußerte. Jetzt verleiht ihm Connie Palmen eine Stimme. „Du sagst es“ ist eine fiktive Autobiographie,  die einem als Leser sehr schnell, sehr real vorkommt.  Weiterlesen „[Rezension] „Du sagst es“ von Connie Palmen“

[Rezension] „Justins Heimkehr“ von Bret Anthony Johnston

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Zuallererst: Wer auf der Suche nach einem typischen Thriller mit viel Blut und Herzschlagalarm ist, wird hier nicht auf seine Kosten kommen.„Justins Heimkehr“ist ein Psychothriller der anderen Art, welcher vor allem durch seinen Schreibstil besticht. Bret Anthony Johnston schafft eine dichte und zum Teil spannende Atmosphäre, indem er die emotional-psychische Ebene der Protagonisten beleuchtet. Allen voran Justins Familie: Mutter Laura, Vater Eric, Justins Bruder Griffin und Cecil, Justins Großvater. Alle Personen bekommen eine Stimme, jeder für sich mit seinen geheimen Ängsten, Erfahrungen und Trieben. Justin selbst kommt eher selten zu Wort, was sich im Verlauf der Handlung aber als gut herausstellt. Weiterlesen „[Rezension] „Justins Heimkehr“ von Bret Anthony Johnston“