[Rezension] „Du sagst es“ von Connie Palmen

Authentisch und bewunderswert

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Connie Palmen ist mit „Du sagst es“ etwas gelungen, was ich selbst nicht für möglich gehalten hätte. Mit eindrucksvoller, teils poetischer, teils sehr ehrlicher Sprache beschreibt sie fiktiv das Leben, die Liebe, die Ehe und den Schmerz von Sylvia Plath und Ted Hughes – und das auf sehr authentische Art und Weise, die man nur bewundern kann.

Plath und Hughes sind keine unbekannten Literaten, über beide gibt es zahlreiche Biographien und die Mythen ranken sich um Sylvia Plaths Tod. Nach ihrem Selbstmord galt Ted Hughes als „der Schuldige“, wobei er sich hierzu selbst nie äußerte. Jetzt verleiht ihm Connie Palmen eine Stimme. „Du sagst es“ ist eine fiktive Autobiographie,  die einem als Leser sehr schnell, sehr real vorkommt. 

Schon bald befindet man sich mitten im Leben von Sylvia Plath und Ted Hughes, ihrer leidenschaftlichen Liebe, den zahlreichen Streitereien, den Schicksalsschlägen und selbstverständlich ihrer Werke, welche Palmen immer wieder gekonnt einbaut. Es scheint tatsächlich, als würde Ted Hughes selbst erzählen – und nicht Palmen. Vor so viel schriftstellerischem Können kann man sich nur verneigen. Das ist einer der Gründe, warum ich das Buch großartig finde. Doch an manchen Stellen muss man schlucken, es ist keine einfache Thematik, die Palmen hier aufgreift. Aus diesem Grund sei vorgewarnt, denn „Du sagt es“ ist kein heiteres Buch, dafür aber eines, das zum Nachdenken anregt und lange im Kopf bleibt.

Weitere Eckdaten: Diogenes Verlag – 288 Seiten

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