[Rezension] „Das Nest“ von Cynthia D’Aprix Sweeney

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„Das Nest“ von Cynthia D’Aprix Sweeney erfährt aktuell ja einen kleinen Hype in den sozialen Netzwerken. Zugegeben, das ist an mir bisher total vorbeigezogen. Ich bin überhaupt erst aufgrund der hübschen und sehr passenden Covergestaltung auf das Buch aufmerksam geworden. Doch das muss ja nichts zu bedeuten haben, getreu dem Motto ‚don’t judge a book by its cover‘. Worum geht es also in dem Buch? Weiterlesen „[Rezension] „Das Nest“ von Cynthia D’Aprix Sweeney“

Junge, starke Stimmen in Debütromanen. Mag ich. Ein paar Eindrücke.

Ich mag neue Stimmen, starke Stimmen, junge Themen und gerne auch ungewöhnliche oder für sich sprechende Buchtitel. Wo bin ich da am Besten aufgehoben? Bei Debütromanen! (Wobei ich dieses Wort nicht mag, dabei muss ich unweigerlich an Ballett und Tütus denken und das ist nun gänzlich unpassend). Ich schweife ab. Kameraschwenk zu ein paar meiner favorisierten, deutschsprachigen Debütromanen (ach, da ist es schon wieder..), die es definitiv wert sind, gelesen zu werden.

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[Rezension] ‚Hag-Seed‘ von Margaret Atwood

‚Where there are boos, there’s life!‘

Margaret Atwood, die Queen der Moderne, und Shakespeare, der King der Klassiker, vereint in einem gemeinsamen Werk. Kann das gut gehen? Anlässlich Shakespeares 400. Todestag und im Rahmen der Hogarth Shakespeare – Reihe entstand Atwoods neuestes Werk ‚Hag-Seed‘ als Neuinterpretation Shakespeares ‚The Tempest‘ (Der Sturm) und reiht sich damit nach Jeanette Winterson, Howard Jacobson und Anne Tyler in die Riege der modernen Shakespeare-Adaptionen ein.

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Felix hat beruflich alles, was er sich erträumen kann. Er ist künstlerischer Leiter des ‚Makeshiweg Theatre Festival‘ und dort sehr erfolgreich. Sein nächstes und wichtigstes Ziel ist es ‚The Tempest‘ aufzuführen, da er hofft, damit seine persönlichen, emotionalen Wunden heilen zu können. Doch er wird betrogen und verliert alles, was ihm etwas bedeutet hat. Allem voran: ‚The Tempest‘. Nach einer langen Zeit im selbstgewählten Exil, beginnt er Rachepläne zu schmieden und diese nehmen immer mehr Gestalt an, als er eine neue Arbeit als Literatur- und Theaterlehrer in einem Gefängnis annimmt. Dort bietet sich ihm durch einen unverhofften Zufall die Möglichkeit, seine Rachepläne in die Tat umsetzen zu können, doch werden dadurch seine emotionalen Wunden geheilt werden können? Weiterlesen „[Rezension] ‚Hag-Seed‘ von Margaret Atwood“

Deutscher Buchpreis, Buchmesse und der Literaturherbst

Vom 19. bis 23. Oktober ist es wieder soweit, die Frankfurter Buchmesse findet statt. Diesjähriger Ehrengast: Flandern und die Niederlande.

Mein letzter Besuch der FBM liegt schon einige Jahre zurück,oft hat es zeitlich einfach img_1012nicht gepasst. Umso mehr freue ich mich darauf, dieses Jahr mit dabei zu sein (so zumindest der Plan!) Sollte es doch nicht klappen, gibt es hier immer noch die Möglichkeit am Göttinger Literaturherbst teilzunehmen, welcher vom 21. bis 30. Oktober stattfindet. Ganz besonders freue ich mich auf die Lesungen von Heinz Strunk, John Wray, Connie Palmen, Judith Hermann, Benedict Wells und Benjamin von Stuckrad-Barre (ich kann jedem das Hörbuch zu Panikherz ans … äh … Herz legen).

Nicht zu vergessen, die Verleihung des Deutschen Buchpreises 2016 am 17. Oktober! Meiner Meinung nach sind dieses Jahr wirklich ein paar grandiose Bücher in der Auswahl. Ich will nicht so tun, als hätte ich alle Bücher gelesen, aber trotzdem habe ich meine Favoriten. Aus der Longlist Joachim Meyerhoff mit „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“, weil keiner so einen herrlich trockenen Humor literarisch gut verpacken kann, wie er.

„Hool“ von Philipp Winkler ist mein Highlight der Shortlist 2016. Das Buch hat mich wirklich überrascht, weil es trotz harscher Sprache, rauen Typen und Gewalt trotzdem so viel Herz und Emotionen zeigt. Mein neues Lieblingswort ist seitdem „flüsterfluchen“ und das Flüsterfluchen lässt sich auf das gesamte Buch übertragen. Die Geschichte und der Ton der Erzählung schweben immer in einem Zustand zwischen liebevollem Flüstern und schmerzerfülltem Fluchen. Entfernt vergleichbar mit Clemens Meyer, aber eben doch nur entfernt.

Also, wers noch nicht gemacht hat, ganz schnell alle drei Termine rot im Kalender anstreichen!