[Rezension] „Das Nest“ von Cynthia D’Aprix Sweeney

img_1671

„Das Nest“ von Cynthia D’Aprix Sweeney erfährt aktuell ja einen kleinen Hype in den sozialen Netzwerken. Zugegeben, das ist an mir bisher total vorbeigezogen. Ich bin überhaupt erst aufgrund der hübschen und sehr passenden Covergestaltung auf das Buch aufmerksam geworden. Doch das muss ja nichts zu bedeuten haben, getreu dem Motto ‚don’t judge a book by its cover‘. Worum geht es also in dem Buch? Weiterlesen „[Rezension] „Das Nest“ von Cynthia D’Aprix Sweeney“

Junge, starke Stimmen in Debütromanen. Mag ich. Ein paar Eindrücke.

Ich mag neue Stimmen, starke Stimmen, junge Themen und gerne auch ungewöhnliche oder für sich sprechende Buchtitel. Wo bin ich da am Besten aufgehoben? Bei Debütromanen! (Wobei ich dieses Wort nicht mag, dabei muss ich unweigerlich an Ballett und Tütus denken und das ist nun gänzlich unpassend). Ich schweife ab. Kameraschwenk zu ein paar meiner favorisierten, deutschsprachigen Debütromanen (ach, da ist es schon wieder..), die es definitiv wert sind, gelesen zu werden.

img_1798

Weiterlesen „Junge, starke Stimmen in Debütromanen. Mag ich. Ein paar Eindrücke.“

[Rezension] ‚Hag-Seed‘ von Margaret Atwood

‚Where there are boos, there’s life!‘

Margaret Atwood, die Queen der Moderne, und Shakespeare, der King der Klassiker, vereint in einem gemeinsamen Werk. Kann das gut gehen? Anlässlich Shakespeares 400. Todestag und im Rahmen der Hogarth Shakespeare – Reihe entstand Atwoods neuestes Werk ‚Hag-Seed‘ als Neuinterpretation Shakespeares ‚The Tempest‘ (Der Sturm) und reiht sich damit nach Jeanette Winterson, Howard Jacobson und Anne Tyler in die Riege der modernen Shakespeare-Adaptionen ein.

img_1608

Felix hat beruflich alles, was er sich erträumen kann. Er ist künstlerischer Leiter des ‚Makeshiweg Theatre Festival‘ und dort sehr erfolgreich. Sein nächstes und wichtigstes Ziel ist es ‚The Tempest‘ aufzuführen, da er hofft, damit seine persönlichen, emotionalen Wunden heilen zu können. Doch er wird betrogen und verliert alles, was ihm etwas bedeutet hat. Allem voran: ‚The Tempest‘. Nach einer langen Zeit im selbstgewählten Exil, beginnt er Rachepläne zu schmieden und diese nehmen immer mehr Gestalt an, als er eine neue Arbeit als Literatur- und Theaterlehrer in einem Gefängnis annimmt. Dort bietet sich ihm durch einen unverhofften Zufall die Möglichkeit, seine Rachepläne in die Tat umsetzen zu können, doch werden dadurch seine emotionalen Wunden geheilt werden können? Weiterlesen „[Rezension] ‚Hag-Seed‘ von Margaret Atwood“

Kurzmemo. Montags. Für den kleinen Hunger zwischendurch.

img_1597

„Wie oft und wie sagenhaft viel überall gesoffen wird, fällt einem erst auf, wenn man selbst gar nichts mehr trinkt“

Zwei sagenhaft grandiose Stuckrad-Barre Episoden im praktischen Hosentaschenformat. Wie ist das so, als einzig nüchternes Exemplar in einer rauschgeschwängerten Gesellschaft herauszuragen und was passiert, wenn man am Weltnichtrauchertag genau das Gegenteil macht, nämlich: Rauchen, was die Schachtel hergibt? Nachzulesen in „Nüchtern am Weltnichtrauchertag“ von Benjamin Stuckrad-Barre im KiWi Verlag.

Lesen.

Amüsieren.

Nachdenken.

Zwanzig Bücher

Pünktlich zur Frankfurter Buchmesse und der Verleihung des Deutschen Buchpreises warten viele Tageszeitungen, Wochenzeitungen, Zeitschriften und Magazine mit Extrabeilagen passend hierzu auf. Mein Liebling darunter ist die Literaturbeilage der ZEIT. Besonders angetan hat es mir da die Rubrik „Zwanzig Bücher“, in der jeweils 10 Bücher aus der Belletristik und 10 Sachbücher vorgestellt werden, über die aktuell viel „gesmalltalkt“ wird. Meine bisherige Bilanz der Zwanzig Bücher : 3 1/4.

Gelesen habe ich „Hool“ von Philipp Winkler und, ja, ich wiederhole mich, fand es unfassbar flüsterfluchend gut, „The Girls“ von Emma Cline ebenfalls, hatte es mir aber einen Tick besser vorgestellt und „The Vegetarian“ von Han Kang, was nicht vergleichbar mit den anderen beiden Büchern ist, weil es einen komplett anderen, kafkaesken Stil hat. Gerade das fand ich aber sehr gut. Noch nicht beendet habe ich „My brilliant Friend“ von Elena Ferrante warum, weil, weiß ich nicht?! Ich kam da nicht so ran, aber ich fang noch mal an. Wahrscheinlich. Noch auf meiner Liste sind „Die Toten“ von Christian Kracht, weil Kracht, „Die Welt im Rücken“ von Thomas Melle, denn es soll traurig-gut sein und „Untenrum frei“ von Margarete Stokowski, da ein bisschen Gender Talk nie schadet.

img_1292

Deutscher Buchpreis, Buchmesse und der Literaturherbst

Vom 19. bis 23. Oktober ist es wieder soweit, die Frankfurter Buchmesse findet statt. Diesjähriger Ehrengast: Flandern und die Niederlande.

Mein letzter Besuch der FBM liegt schon einige Jahre zurück,oft hat es zeitlich einfach img_1012nicht gepasst. Umso mehr freue ich mich darauf, dieses Jahr mit dabei zu sein (so zumindest der Plan!) Sollte es doch nicht klappen, gibt es hier immer noch die Möglichkeit am Göttinger Literaturherbst teilzunehmen, welcher vom 21. bis 30. Oktober stattfindet. Ganz besonders freue ich mich auf die Lesungen von Heinz Strunk, John Wray, Connie Palmen, Judith Hermann, Benedict Wells und Benjamin von Stuckrad-Barre (ich kann jedem das Hörbuch zu Panikherz ans … äh … Herz legen).

Nicht zu vergessen, die Verleihung des Deutschen Buchpreises 2016 am 17. Oktober! Meiner Meinung nach sind dieses Jahr wirklich ein paar grandiose Bücher in der Auswahl. Ich will nicht so tun, als hätte ich alle Bücher gelesen, aber trotzdem habe ich meine Favoriten. Aus der Longlist Joachim Meyerhoff mit „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“, weil keiner so einen herrlich trockenen Humor literarisch gut verpacken kann, wie er.

„Hool“ von Philipp Winkler ist mein Highlight der Shortlist 2016. Das Buch hat mich wirklich überrascht, weil es trotz harscher Sprache, rauen Typen und Gewalt trotzdem so viel Herz und Emotionen zeigt. Mein neues Lieblingswort ist seitdem „flüsterfluchen“ und das Flüsterfluchen lässt sich auf das gesamte Buch übertragen. Die Geschichte und der Ton der Erzählung schweben immer in einem Zustand zwischen liebevollem Flüstern und schmerzerfülltem Fluchen. Entfernt vergleichbar mit Clemens Meyer, aber eben doch nur entfernt.

Also, wers noch nicht gemacht hat, ganz schnell alle drei Termine rot im Kalender anstreichen!

Buch vs. eBook vs. Audiobook?

Da hat man ja heute wirklich die Qual der Wahl. Ein und denselben Text gibt es nicht mehr nur in der Urfassung im gedruckten Buch, nein, heute gibt es das Ganze meistens auch im digitalen Format oder als Hörbuch. Was davon birgt mehr Vorteile? Das gedruckte Buch für Liebhaber, des eBook für Vielreiser und das Hörbuch für die Faulen? Kann man das wirklich so sagen? Ich denke nicht, denn jedes Format hat für sich genommen seine Vor- und Nachteile und so ist es letztendlich eine subjektive Entscheidung des Einzelnen, welche Lesart er bevorzugt. Weiterlesen „Buch vs. eBook vs. Audiobook?“