[Rezension] „Libellen im Kopf“ – Gavin Extence

Gavin Extence dürfte vielen von euch durch seinen Überraschungserfolg „Das unerhörte Leben des Alex Woods“ ein Begriff sein. „Libellen im Kopf“ ist nun seit zweiter Roman, der erst kürzlich auf Deutsch erschienen ist.

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Mit „Libellen im Kopf“ behält Extence zwar die Grundthemen seines ersten Buches bei: Liebe, Freundschaft, Vertrauen, Tod und Krankheit, aber dennoch erzählt er eine neue, sehr authentische und durchaus mit Humor versehene Geschichte über Abby, die an einer bipolaren Störung leidet und damit nicht nur ihr eigenes Leben auf den Kopf stellt.

Abby ist Mitte zwanzig und lebt mit ihrem Freund Beck zusammen, sie hat ein gutes Verhältnis zu ihrer Mutter. Zu ihrer Schwester und ihrem Vater dafür eher weniger, denn der hat ihre Mutter bilderbuchhaft für ein jüngeres Model verlassen und ihre Schwester nach Abbys Empfinden immer bevorzugt behandelt. Abby arbeitet als freie Journalistin, ist demnach nicht gerade reich, aber eigentlich glücklich. Wären da nicht die kleinen Libellen in ihrem Kopf, die immer mal wieder raus wollen, um sich auszutoben. Als Abby ihren Nachbarn Simon tot in dessen Wohnung vorfindet, wird scheinbar eine neue manische Episode ausgelöst. Sie kann nicht mehr schlafen, steigert sich in eine fixe Idee für einen neuen Artikel hinein, wirft ihr Geld zum Fenster raus (z.B. für ein überteuertes Designerkleid, mit dem sie durch die Stadt spaziert) und steuert langsam, aber stetig auf eine Katastrophe zu. Als sie schreiend in einem Hotelzimmer zusammenbricht gibt es nur noch einen Ausweg: Die Zwangseinweisung in eine psychiatrische Klinik. Wie geht es nun mit Abby weiter? Weiterlesen „[Rezension] „Libellen im Kopf“ – Gavin Extence“