[Rezension] „Dalí’s Bärte – Eine Hommage“ von Boris Friedewald

„Tagsüber ist mein Bart vergnügt, abends melancholisch, nachts traurig.“

„Dalí’s Bärte“ von Boris Friedewald ist nicht nur eine Hommage an Dalí’s Bärte, sondern vielmehr an Dalí selbst. Denn Dalí begriff sich im Ganzen als künstlerische Figur, die sich vor allem durch seinen Bart auszeichnete. Immer länger werdend, immer weiter gebogen und in immer exzentrischer anmutenden Bildern und Collagen verarbeitet, schaffte es Dalí seinen Bart zu einem weltweit bekannten Kunstwerk werden zu lassen – und so auch sich selbst . Dabei fing alles klein an. Als Dalí zu Studienzeiten bemerkte, dass seine auffällige Kleidung ihn zwar als Künstler markierte, er dadurch aber mehr belächelt als ernst genommen wurde, entdeckte er die Kraft seines Bartes, der sich nach und nach zu seinem „Markenzeichen“ entwickelte. Dalí ging sogar so weit, seinen Schnurrbart als „metaphysische Antenne“ zu bezeichnen, aus dem er seine künstlerische Energie zog.

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