[Nachgedacht] Über Eselsohren, Leserillen und den Sinn von gebrauchten Seiten 

Früher habe ich Bücher wie rohe Eier behandelt. Kein Knick durfte ran, keine Leserille, keine Markierung und eine verlorene Seite oder gar ein Riss, das wäre einer Katastrophe gleich gekommen.


Heute ist mir das sowas von egal (ok, eine verlorene Seite ist schon traurig). Meine Bücher leben, sie erzählen eigene Geschichten. Ich weiß immer genau, wann und wo ich jenes Exemplar gekauft/bekommen/gelesen habe und auch Eselsohren und Anmerkungen sind nicht mehr selten in ihnen zu finden. Warum auf einmal? Es macht in meinen Augen irgendwie keinen Sinn, Dinge, die mir Spaß machen, nicht zu benutzen. Vergleichbar mit „dem guten Geschirr“, welches man nur zu besonderen Anlässen herausholt, damit es keine Kratzer bekommt. Für mich ist seit geraumer Zeit jeder Tag ein ganz besonderer Anlass – und das „spüren“ auch meine Bücher. Klingt nerdig? Ja, mag sein, aber auch das ist mir irgendwie egal 🤓 Wie seht ihr das?

1 Kommentar zu „[Nachgedacht] Über Eselsohren, Leserillen und den Sinn von gebrauchten Seiten “

  1. Früher war ich auch so fürchterlich vorsichtig mit meinen Büchern, als wären es Heiligtümer. Sind sie ja eigentlich auch. Doch mittlerweile habe ich erkannt, dass es niemandem hilft, sie nur mit Samthandschuhen anzufassen. Heute also markiere ich und mache Eselsohren und in englische Exemplare werden manchmal Übersetzungen dazu geschrieben. Falls man sie doch nochmal liest. Oder falls jemand anders sie liest. Schaden wird es ja nicht…
    Viele Grüße,
    Felicitas

    Gefällt 1 Person

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