[Diskussion] #FerranteFever – yay or nay?

Auf Instagram habe ich letzte Woche schon gefragt, aber auch hier würde mich eure Meinung zum FerranteFever sehr interessieren!

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Ich habe ja bereits berichtet, dass ich zunächst mal gar nicht begeistert war von Teil eins der Neapolitanischen Saga und als ich dann noch Maxim Billers (ok, erwartungsgemäßen) Verriss im Literarischen Quartett gesehen/gehört/gespürt habe, hab ich mich irgendwie – ja, ich gebs zu – verstanden gefühlt. ABER, bevor sofort schon einige auf die Barrikaden gehen, nönö, ich mag die Ferrante-Bücher schon. Also, nach dem zweiten Anlauf und vor allem dank des Hörbuchs, das mich näher an die Geschichte herangeführt hat. Der Grund? Ich mag das Mitfühlen. Man steckt aufgrund der Erzählperspektive so tief in der Geschichte drin, man leidet, man ist wütend, man ist traurig und man freut sich mit Lila und Elena – so sehr, wie ich es bei einem anderen Buch bzw. einer Reihe selten erlebt habe. (Teilweise mag ich die beiden auch gern mal vor Wut und Ungläubigkeit schütteln). Die Erzählung an sich und auch die Sprache fesseln mich gar nicht so stark, zum Teil finde ich die Wortwahl und den Sprachstil sogar eher naja und die Geschichte in der Tat ein wenig langatmig, doch es ist das Mitfiebern, was die Bücher (für mich) ausmacht und mich mitreißt. Daher ja auch das Fever, irgendwie logisch. Das Thema „Wer ist nur diese Ferrante?“ tangiert mich dabei herzlich wenig, nur so nebenbei.. Und bei euch? Yay or Nay? Mehr PR als alles andere? (Wär man sonst überhaupt darauf aufmerksam geworden?) Ich bin neugierig und rufe zum Mitmachen auf! Gerne in einem eigenen Post mit Verlinkung zu meinem Blog – oder lasst euch einfach in den Kommentaren aus 🤓 (Und wenn das gefällt, dann gibt es ab jetzt immer mal wieder unregelmäßig eine neue Wochendiskussion – yay or nay?)

2 Kommentare zu „[Diskussion] #FerranteFever – yay or nay?“

  1. Hey, dieser Blogbeitrag ist zwar schon fast ein Jahr her, aber ich möchte zu Ferrante auch noch meinen Senf hinzugeben :)
    Ich teile deine Meinung komplett! Mir ist der Hype um die Autorin völlig egal und ich bin weit davon entfernt, die Bücher als Ära der modernen Literatur einzustufen. Ich konsumiere die Bücher als Hörbücher, was mich in Teil 1 angesichts der vielen Charaktere in frustrierte Verzweiflung brachte. Der Teil hat echt einige Längen, weshalb ich es zunächst abfällig als Groschenroman abtat. Es wird immer wieder Kritik an der damaligen Gesellschaft angerissen, was ich nicht für außergewöhnlich halte. Gegen Ende des Buches gefielen mir jedoch die fein ausgearbeiteten Charaktere, mit denen sich wahrscheinlich jeder Leser irgendwie identifizieren kann, weshalb ich mir den Auftakt der „Saga“ (worunter ich eher Fantasy-Reihen verstehe) als „zwischen Genialität und Groschenroman“ gemerkt habe. Teil 2 musste dann trotzdem schnell her, dieser überzeugt mich absolut, da die Handlung Fahrt aufnimmt und die Charaktere nicht mehr ganz so überzeichnet sind.
    Letztendlich ist Ferrante meiner Meinung nach eine Sache der Einstellung. Wenn ich mit der Intention, etwas Inspirierendes, Großartiges, Literarisches zu lesen, herangehe, werde ich enttäuscht sein. Wenn ich nach einem Roman abseits des Mainstreams suche, werde ich überrascht sein.
    Liebe Grüße
    Siri von http://www.quergetippt.com

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