[Lesemonat] August 2017

Der August 2017 in Büchern. Wie immer gilt, ein Lesemonat soll bloß eine Art Zusammenfassung des Gelesenen sein und damit weder mich selbst, noch jemand anderen unter Druck setzen. Zusätzlich habe ich einige Bücher angefangen und wieder beiseitegelegt – sie passten in dem Moment einfach nicht, vielleicht kommt ihre Zeit später (oder nie) – von denen soll jetzt aber nicht die Rede sein.

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Alles in allem war es ein recht kunsthistorisch „belasteter“ Monat, was ich sogar sehr gut finde, gemischt mit aktuellen Titeln und einem Klassiker.

„From Hopper to Rothko. America‘s Road to Modern Art.“ | Dr. Ortrud Westheider (Hrsg.), Michael Philipp (Hrsg.)

Ein Begleitbuch zur Ausstellung im Museum Barberini Potsdam (noch bis zum 03. Oktober 2017). Hier geht es vorrangig um Kunst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in den USA, die in Europa erstaunlicherweise noch relativ unbekannt ist. Die bekanntesten Künstler sind betitelt (Hopper und Rothko), aber es gibt noch so viel mehr zu entdecken!

„Tamara de Lempicka“ | Gilles Néret

Ich liebe ihre ausdrucksstarken Bilder, die den Kubismus alltags- und gesellschaftstauglich machen (schon die aktuellen Atwood-Cover bewundert?). Ihr Leben ist aber auch äußerst interessant zu verfolgen!

„Frida. Ein Leben zwischen Kunst und Liebe.“ | Vanna Vinci

Wahnsinn. Nie hätte ich gedacht, dass man Frida Kahlos Leben und vor allem ihre eindrucksvolle Kunst in einen Comic packen könnte. Man lernt viel über Frida und ihre Denkweise, aber auch über ihre Kunstwerke. Sprachlich ist es natürlich nicht gerade ruhmreich, aber was will man auch in so kleine Sprechblasen quetschen? Sehr empfehlenswert!

„Das Original“ | John Grisham

Dieses Buch hat mich durchaus positiv überrascht. Grisham ist ein wunderbarer Erzähler und da mich Krimis in letzter Zeit doch recht schnell gelangweilt haben und hier das Gegenteil der Fall war, kann ich „Das Original“ nur empfehlen. Vor allem auch, weil es hier sehr viel um Literatur und den Literaturbetrieb an sich geht. Wahrscheinlich ist es das, was diesen Roman so besonders für mich macht.

„Sieh mich an“ | Mareike Krügel

Dieser Roman befasst sich mit einem sehr ernsten Thema, aber humorvoll verpackt. Ich habe äußerst viel gelacht – und wären die letzten 50 Seiten für meinen Geschmack nicht zu überzogen gewesen, könnte ich es komplett uneingeschränkt empfehlen.

„Blaupause“ | Theresia Enzensberger

Leider ist dieser Roman mein persönlicher Flop des Monats. Er konnte mich weder inhaltlich noch sprachlich vollends überzeugen. Für Bauhaus-Interessierte ist das Buch aber dennoch einen Blick wert.

„Geständnisse“ | Kanae Minato

Ein Thriller, der mich wunderbar hat ablenken können. Er entwickelt nach dem etwas langsamen Beginn eine Art Sogwirkung, der ich mich nicht entziehen konnte. Nicht alles macht Sinn, aber doch bleibt der Roman bis zum Schluss fesselnd.

„The Underground Railroad“ | Colson Whitehead

Sollte man, wenn möglich, auf Englisch lesen (sonst geht so viel von der wunderbaren Sprache verloren). Der Roman überzeugt, aber doch fehlte mir etwas, was ich leider nicht benennen kann.

„Fast eine Liebe“ | Alexandra Lavizzari

Eine wunderbar einfühlsam geschriebene Doppelbiografie über Carson McCullers & Annemarie Schwarzenbach. (Der Verlag ebersbach & simon ist übrigens auch sehr empfehlenswert!)

„1984“ | George Orwell

Der Klassiker des Monats. Ich bin doch sehr froh, endlich eine Bildungslücke schließen zu können. An manchen Stellen recht zäh, aber – du meine Güte – wie aktuell! (Wenn man bedenkt, wann der Roman zuerst erschienen ist!)

„Gottes Werk und Teufels Beitrag“ | John Irving

Mein Highlight im August. Dieses Buch kann ich wirklich jedem nur ans Herz legen. Es nimmt dich mit auf eine Reise durch moralische und ethische Grenzgänge, reißt dich aus deiner Komfortzone heraus und bleibt dabei doch immer verdammt herzlich!

1 Kommentar zu „[Lesemonat] August 2017“

  1. „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ ist auch einer meiner Lieblinge. Bei „Underground Railroad“ kann ich dir nachempfinden, daß etwas fehlte… Ich glaube, bei mir war das Problem, daß ich das Buch auch gar nicht zu nahe an mich ran lassen konnte,weil mich das Thema so aufwühlt.

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