Günstig und/oder gebraucht Bücher erwerben?

So schön es ist, in der Buchhandlung nach neuen Schätzen zu graben, so weiß ich auch, dass man sich nicht immer die neuesten Bücher leisten kann. Hardcover kosten mitunter mittlerweile 24 bis 36 Taler (und leider keine Schokotaler) – da kann man nicht immer so beherzt zuschlagen, wie man das vielleicht gerne würde. Aus diesem Grund habe ich ein paar Alternativen gesammelt, die ich euch in diesem Beitrag vorstellen werde. Nichts davon kann das Stöbern in der örtlichen Buchhandlung ersetzen – das ist klar -, aber doch vielleicht ein wenig den frustrierten Knoten im Magen, der sich beim Blick ins Portemonnaie bildet, lockern.

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Bibliotheken:

Ja, das klingt komisch, aber ich habe gemerkt, dass viele vergessen, wie toll dort ein Besuch sein kann. Man streift durch die Gänge, an den endlosen Regalreihen entlang, taucht in zig verschiedene Geschichten gleichzeitig ein und das Beste: theoretisch kann man jede für eine bestimmte Zeit mit nach Hause nehmen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, falls sie letztlich nicht gefällt. Wenn doch: umso besser! (Es besteht ja später immer noch die Option, sich das Buch fürs eigene Regal zu kaufen.) Pro-Tipp: Auch Uni-Bibliotheken haben oft aktuelle Titel vor Ort – einfach mal schauen!

Tauschen:

Zum Beispiel mit Freunden, innerhalb der Familie oder via Social Media. Pluspunkt: Man redet gleich noch über die Lektüre! Oder: Tauschticket. Das ist eine Internetplattform, über die Bücher/CDs & Co. getauscht werden können. Jeder Tausch kostet eine kleine Gebühr plus Tickets, die man im Vorfeld durch selbst vertauschte Artikel erhält. Das System ist simpel und funktioniert super, wenn man nicht gerade auf der Suche nach den aktuellsten Titeln oder Bestsellern ist. Ab und an hat man aber auch da Glück.

Flohmärkte, Regalläden, öffentliche Bücherschränke:

Ich denke, das ist selbsterklärend. Besonders Bücherschränke finde ich super: hier kann man einfach Bücher ausleihen oder auch behalten. Im Gegenzug sollte man allerdings auch mal ein paar Bücher dort lassen – der Fairness halber. (Außerdem: Schenken kann so schön sein!)

Im Internet nach gebrauchten Büchern stöbern:

Hier gibt es zahlreiche Plattformen wie rebuy, medimops, booklooker, ebay usw., auf denen man nach gebrauchten Schätzen tauchen kann. Optimal, wenn man das Buch nicht unbedingt neu haben „muss“. Auf Arvelle gibt es zahlreiche Mängelexemplare günstig zu erstehen. Ich sehe das Ganze aber auch etwas kritisch, denn solche Plattformen locken natürlich mit Angeboten und Gutscheinen, damit man möglichst viel kauft. Da muss man abwägen, ob das wirklich nötig ist oder ob man das Geld dann nicht doch lieber in ein Buch aus der Buchhandlung investiert, statt sich zehn gebrauchte Bücher, die man vielleicht nie lesen wird, zu kaufen, nur weil sie eben günstig sind.

Es gibt also viele Möglichkeiten neben dem Neukauf eines Buches. Dabei kommt es immer darauf an, was man denn eigentlich möchte. Manchmal tut es gut, ein Buch neu zu erwerben. Eines, dessen Seiten man selbst als Erstes umblättert, das nur für einen selbst und niemanden sonst bestimmt ist. Aber manchmal, da ist es auch schön ein Buch zu lesen, das bereits ein bisschen was erlebt hat. Für mich ist die Mischung optimal. Wenn mein Budget es hergibt, gebe ich das auch super gerne in einer Buchhandlung meines Vertrauens aus. (Support your local bookstore!) Das ist aber eben nicht immer drin und da bin ich froh, dass es so viele Alternativen gibt.

3 Kommentare zu „Günstig und/oder gebraucht Bücher erwerben?“

  1. Toller Beitrag! 😊 Ich habe mir seit einiger Zeit vorgenommen, nur noch gebrauchte Bücher zu kaufen. Auch die haben eine 2. Chance verdient und vielleicht möchte ich sie nie wieder hergeben. 😄 Neue Bücher sind bei mir momentan nur Rezensionsexemplare. Mal schauen wie lange ich das durchziehe. 😅 🙈

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  2. Hey!
    Danke für den tollen Beitrag!
    Ich nehme mir schon seit einem Jahr vor, mal wieder in der Bücherei zu stöbern.
    Leider ist es meistens dann eh so, dass ich die Bücher fürs Regal haben will, vor allem, wenn ich sie gut fand.
    Aber nichtsdestotrotz sollte ich diese Möglichkeit mal wieder öfter nutzen.
    Booklooker finde ich besonders für alte Bücher richtig gut.
    Den Aspekt mit dem viel mehr kaufen, nur weil günstig, finde ich wichtig. Das sollte man sich zwischendurch ins Gedächtnis rufen. Brauche ich diese ganzen Bücher wirklich, oder kaufe ich sie nur, weil sie im Angebot sind?
    Und wie du schon sagst kann man für das Geld auch den lokalen Handel unterstützen.

    Liebe Grüße,
    Nicci

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  3. Nagelneue und gleichzeitig günstige Alternativen wären dann noch eBooks. Würde dies allerdings jeder nutzen, gäbe es bald vermutlich gar keine Buchhandlungen mehr!

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