[Lesemonat] Oktober 2017

Oh, hallo. Der Oktober in Büchern. Ich muss ja gestehen, dass ich am Ende jeden Monats doch ein wenig erstaunt bin, wie hoch der Stapel wird und – zugegeben – ein ganz klein wenig beschämt bin ich manchmal auch. Sieht ja fast so aus, als hätte ich sonst kein Leben. Aber hey, Bücher sind so wunderbar und helfen in allen Lebenslagen, wozu also rechtfertigen?

Es folgt nun, wie gewohnt, ein kleiner Rückblick auf die gelesenen Bücher.

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„Harry Potter (3) and the Prisoner of Azkaban. Illustrated Edition“ – J.K. Rowling

Fangen wir mit dem obligatorischen Herbst-Wohlfühlbuch an: Harry Potter. Sobald der Wind durch die Bäume rauscht, die Blätter fallen und die Herbstsonne alles in ein goldenes Licht taucht, ruft diese Reihe einfach danach, gelesen zu werden. Die Illustrated Edition bietet sich ideal dazu an, die Bücher noch mal (und noch mal und noch mal) zu lesen sowie neue Dinge zu entdecken. Von der dritten Schmuckausgabe bin ich sehr begeistert: liebevoll gestaltet und für Fans der zauberhaften Welt eine tolle Geschenkidee (auch an sich selbst.)

„Turtles All The Way Down“ – John Green

Ach, da ist er wieder. Der Meister der YA-Novels! Hätte mich @mscaulfield nicht daran erinnert, ich hätte es glatt nicht auf dem Schirm gehabt, so war ich aber zu neugierig, um dieser Neuerscheinung aus dem Weg zu gehen. In John Greens neuestem Roman wird das Thema ‚Mental Illness‘ auf typisch Greensche Weise verarbeitet, das ist gut, aber lässt doch deutlich Raum nach oben. Ich habe gut 100 Seiten gebraucht, um überhaupt gepackt zu werden und stehe am Ende mit einem unentschlossenen Gefühl da. Es ist gut, ja, aber noch mal lesen würde ich es nicht. Dazu werden zu viele Aspekte einfach zu oberflächlich behandelt. Aber, mal ehrlich, das war in den Vorgängern eigentlich nicht viel anders. Es ist also ein Buch, das ein unangenehmes Thema anspricht, dieses dabei aber nur am Rande streift und nicht allzu sehr in die Tiefe geht. Davon gibt es – leider – schon zu viele auf dem Markt. Lesenswert, aber nicht preisverdächtig.

„Sag nicht, wir hätten gar nichts“ – Madeleine Thien

Dieses Buch stand u.a. auf der Shortlist des Man Booker Prizes 2016 und hat mich nicht nur deswegen durchaus sehr angesprochen. Thien behandelt in diesem Roman ein Thema, das mich sehr interessiert, von dem ich aber bisher eher wenig Ahnung gehabt habe: Die Geschichte Chinas. Es ist ein Generationenroman, der einen durch mehrere Zeiten und Ebenen hinweg an einen Ort entführt, der gleichwohl fremd und vertraut wirkt. Ich hatte zunächst Schwierigkeiten in die Geschichte einzutauchen, da ich mich mit den historischen Ereignissen Chinas kaum auskenne und ich mich durch die vielen verschiedenen Personen (die zum Teil auch noch Spitznamen tragen) etwas verwirrt gefühlt habe. Die Sprache aber trägt einen bis an den Punkt, an dem es -Klick- macht! Als besonders schön empfand ich die Art und Weise wie Thien hier zwei Sprachen, zwei Staaten, zwei Leben und Lebensweisen miteinander verbindet.

„Der Sympathisant“ – Viet Thanh Nguyen

Dieser Spionagethriller wurde 2016 mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet – und den hat er nun wirklich verdient! Die Kennzeichnung „Thriller“ sollte einen dabei nicht abschrecken, denn das Buch ist vielmehr als „nur“ das. Der Roman thematisiert den Vietnamkrieg, aber nicht aus der relativ geläufigen amerikanischen Sichtweise, sondern aus der gegensätzlichen. Dabei bleibt es jedoch nicht. Der Autor setzt einen namenlosen kommunistischen Spion als Protagonisten ein, der innerlich zerrissen ist und in einer Art Zwickmühle steckt. Denn als Spion soll er einerseits als solcher aktiv sein, aber auch in seiner eingeschleusten Rolle als Adjutant eines hochrangigen Generals in den USA solche ausfindig machen. Auf welcher Seite steht er nun? Gibt es überhaupt eine Seite? Und wer ist er selbst? Einerseits die Verlockungen der amerikanischen Konsumgesellschaft im Blick, andererseits die innere Zerrissenheit vor Augen. Spannend, bildhaft geschrieben und dabei doch verständlich politisch.

„Kafka und Felice“ – Unda Hörner

Kafka fand ich schon immer sehr faszinierend. Nicht nur als Autor, sondern vor allem auch als der Mensch, der sich hinter diesen Texten verbirgt, für die es sogar einen eigenen Namen gibt, weil uns sonst die Worte zum Beschreiben fehlen würden: kafkaesk. Unda Hörners Roman, der um tatsächliche Briefe des zweimal verlobten und dann wieder entlobten Paares herum konstruiert ist, beschreibt Kafka aus der Sicht von Felice. Einer wahrhaft lebenslustigen, mutigen und starken Persönlichkeit (und aus heutiger Sicht unfassbar modern). Dagegen kann Kafka – zumindest in diesem Roman – einpacken. (Kein Witz.) Denn Kafka war wohl eher das genaue Gegenteil: ein asketisch lebender Schwarzmaler mit Hang zum Schwermut. (Wobei das wohl auch wieder das Faszinierende ist.) Was diesen Roman so toll macht, ist zum einen die Perspektive, die man als Leser einnimmt. Also Kafka aus der Sicht von Felice zu lesen, einer Frau, die seine Werke sicher auch ein wenig mitgeprägt hat – und Kafka aus zeitgeschichtlicher Perspektive zu lesen, eingebettet in die Zeit vor dem 1. Weltkrieg bis hinein in die 1920er Jahre. Man spürt den Umbruch, man spürt Kafkas Angst vor einem bürgerlichen Leben, das ihn am Schreiben hindern könnte – und man spürt seine innere Zerrissenheit, auch Felice gegenüber. Kafka und Felice – eine Liebe?

„Das Wunder der wilden Insel“ – Peter Brown

Das Robotermädchen Roz wacht auf einer wundersamen Insel auf und muss sich dort erst einmal zurechtfinden, inmitten all der Tiere und Natürlichkeit. Aus Sicht der tierischen Inselbewohner ist Roz eine Art Monster, daher muss sie sich beweisen und so manches Abenteuer ausstehen. Eine zauberhafte Geschichte um Freundschaft und Anderssein, die auch noch ganz, ganz liebevoll illustriert ist. Die Sprache ist Kindern angemessen und super als Vorlesebuch geeignet. Ich hatte viel Freude damit!

„Schwimmen“ – Sina Pousset

Diesen Roman konnte ich einfach nicht mehr aus der Hand legen. „Schwimmen“ ist dieses eine spezielle Buch, das einen nachts wachhält und wie gebannt Seite um Seite umblättern lässt, in der Hoffnung, es möge nie ausgelesen sein (auch wenn man gleichzeitig alles erfahren möchte.)  Es ist ein durch und durch bewegendes, feinfühliges Buch über Liebe, Freundschaft, Sehnsucht, Verlust und diesem Ding, das man Erwachsenwerden nennt, der tief in die Gefühlswelt seiner Protagonisten hereinreicht. Die Autorin deutet vieles nur an, ertränkt den Plot nicht in zu ausschweifenden Erzählungen und das macht die Geschichte zugleich dynamisch sowie spannend und man kann gar nicht aufhören zu lesen, obwohl man sich eigentlich wünscht, man dürfe ewig in dieser schönen Sprache verweilen, die zugleich poetisch wie auch klug und einfach nur wunderschön ist.

„Die Falle“ – Melanie Raabe

Ein Thriller, der relativ unblutig, dafür aber durchaus spannend bis zum Schluss bleibt. Genau das richtige, um sich mal ein, zwei Abende Zerstreuung zu gönnen. In Teilen hat er mich an die Cliffhanger und Plottwists eines Sebastian Fitzek erinnert – aber cleverer und sprachlich sehr viel schöner gestaltet. Die ersten einhundert Seiten hatte ich noch so meine Bedenken, aber dann konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen. Alles in allem sehr gelungen und als spannende Herbstlektüre äußerst empfehlenswert!

„Der nasse Fisch“ – Volker Kutscher

Die Romanvorlage zu der kürzlich auf Sky veröffentlichten Serie „Babylon Berlin“. Ein Buch, das einen beinahe vergessen lässt, dass es sich um einen Kriminalroman handelt, sondern einem vielmehr das Gefühl der 1920er Jahre vermittelt. Sehr schön! Etwas bemängeln muss ich die teils doch sehr männliche Perspektive und Schreibweise (vor allem im Bezug auf Frauengeschichten), aber damit kann ich leben. Nicht alles überschneidet sich eins zu eins mit der TV-Serie, was durchaus gut ist, denn so kann man getrennt voneinander beides genießen und entdeckt sogar noch neue Seiten an den Figuren und der Geschichte. Einiges ist im Roman ausführlicher, anderes ist wiederum der TV-Serie zugedichtet worden. Mich stört es nicht, im Gegenteil, ich finde: das passt! 20er Jahre Fans werden begeistert sein!

„Sophia, der Tod und ich“ – Thees Uhlmann

Ich bin da so lange drumherum geschlichen und als es nun im Taschenbuchformat erschienen ist, nun ja, da konnte ich nicht nein sagen: zum Glück! So ein schönes Buch. (Schwarzer) Humor trifft auf Tiefsinnigkeit gepaart mit ein wenig Skurrilität. Einzig ein paar Längen in der Mitte könnte man bemängeln, aber, ach, das muss man nicht.

„Ehemänner“ – Jami Attenberg

In Attenbergs drittem Roman geht es weder um eine neurotische jüdische Familie, noch um das New York der 1920er Jahre, dafür aber um das neuzeitige New York inklusive hipper Williamsburger Freigeister. Jarvis Miller muss sich nach dem Unfall ihres Mannes (einem Künstler) neu finden. Ein schwieriger Prozess, vor allem, nachdem sie so einiges aus seiner und ihrer gemeinsamen Vergangenheit aufdeckt. Klug und voller Wortwitz entfaltet sich hier eine Identitätssuche der etwas anderen Art. Zu Beginn des Romans weiß man noch nicht ganz, wo dieser hinführen soll. Die Charaktere werden vorgestellt, die Sachlage erklärt und so langsam entwickelt sich eine Geschichte über eine große Liebe, die, wie alle großen Lieben, nicht vor Schwierigkeiten gefeit ist. Gegen Ende bin ich ein ganz klein wenig skeptisch der Geschichte gegenüber geworden (zu übertrieben), aber doch bin ich von Attenbergs Schreibstil und Empathiefähigkeit begeistert.

Außerdem habe ich mittels „NaturLiebe“ von Rebecca Wallenta einen Wandbehang gebastelt und dank „Pinguine sind kitzlig, Bienen schlafen nie, und keiner schwimmt so langsam wie das Seepferdchen. Verblüffendes aus der Tierwelt.“ von Maja Säfström so einiges (auch Lustiges) über Tiere erfahren. Zauberhaft vor allem aufgrund der tollen Illustrationen.

Puh, falls ihr es bis hierher geschafft habt: seid ihr jetzt genauso platt wie ich?

[Lesemonat] September 2017

Ach. Schon wieder ein Monat rum. Dabei hat man das Gefühl, es sei nichts und doch so viel passiert. Gerade politisch und gesellschaftlich fühlt es sich ein wenig so an, als sei es plötzlich (oder vielleicht auch nicht so plötzlich) eine ganz andere Welt da draußen. Doch – wie so oft – zum Glück gibt es Bücher. Daher folgt ein Überblick meiner gelesenen Bücher im September. Mit Sicherheit habe ich wieder etwas vergessen, manches habe ich auch schon vorher angefangen zu lesen. Der Lesemonat soll generell nur einen inhaltlichen Überblick geben, aber nicht demonstrieren, wie viel ich gelesen habe. Ich weiß, dass es viel ist, aber ich bin da wirklich kein Maßstab!

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„Vernunft & Gefühl“ | Jane Austen

Der Monat fing ganz klassisch an. Denn, ich muss es gestehen, bis zu diesem Buch hatte ich noch nie einen Roman von Jane Austen beendet. Ja. Wirklich. Und ich weiß noch nicht einmal so genau, wieso eigentlich. Diese Neuübersetzung des Klassikers einer der heute beliebtesten Schriftstellerinnen aller Zeiten überzeugt, wenn mir auch leider ein wenig der altmodische Originalton gefehlt hat. „Vernunft & Gefühl“ ist Austens erster Roman, damals noch unter dem Pseudonym „Von einer Dame“ veröffentlicht und hat alles, was ein Liebesroman im klassischen Sinne benötigt, ohne dabei zu kitschig oder zu romantisch zu sein. Im Fokus steht vor allem die Rolle der Frau und das Gesellschaftsbild des 19. Jahrhunderts. Ich gelobe Besserung und hoffe demnächst „Stolz und Vorurteil“ zu beenden!

„Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr“ | Walter Moers

So leid es mir tut, aber dieses Buch gehört zu meinen persönlichen Flops des Monats. Inhaltlich kommt es leider nicht an die Vorgänger heran, wobei es keineswegs schlecht ist. Vor allem Walter Moers Einfallsreichtum, seine unfassbar klugen Spielereien mit der Sprache und Lydia Rodes Illustrationskunst sind positiv hervorzuheben. Dennoch. Es hat etwas gefehlt und dieses Etwas kann ich nicht mal genau benennen. Die Prinzessin und der alptraumfarbene Nachtmahr garantieren einen netten Ausflug nach Zamonien und in die Gehirnwindungen der schlaflosesten Prinzessin aller schlaflosen Prinzessinnen hinein. Mehr aber (meiner Meinung nach) leider nicht.

„Romeo oder Julia“ | Gerhard Falkner

Dieser Roman steht auf der diesjährigen Shortlist des Deutschen Buchpreises und konnte mich vor allem durch seine Sprachbrillanz und den bitteren, leicht süffisanten Humor begeistern. Inhaltlich flacht das Buch leider gegen Ende hin stark ab, bis dahin bleibt es aber spannend und vor allem sehr lesbar. Selten haben mich seitenweise beschreibende Erzählungen so gut unterhalten wie hier! Ich denke aber, dass es für den Buchpreis letztlich nicht ganz ausreicht. Doch ich lasse mich gerne überraschen und bin gespannt!

„Die Gabe der Könige. Die Chronik der Weitseher 1.“ | Robin Hobb

Oh, endlich wieder gute Fantasy, die mich vollends überzeugt! „Die Gabe der Könige“ ist zwar eine Neuauflage des 1999 erstmalig auf Deutsch erschienenem Roman – damals noch unter dem Titel „Der Weitseher“ -, aber deshalb nicht weniger lesbar. Im Gegenteil. Es ist eine Geschichte, die sowohl historische als auch magische Elemente aufweist, deren Schwerpunkt auf der Entwicklung der einzelnen Charaktere liegt und erinnert somit an George R.R. Martins Erfolgsreihe „Das Lied von Eis und Feuer“. Ich habe „Die Gabe der Könige“ sehr gerne gelesen und freue mich ganz arg auf den zweiten Band in neuer Auflage Mitte Oktober, damit ich endlich weiß, wie es weitergeht. Es ist nämlich so eine Geschichte, in die man (perfekt zum Herbst) so richtig eintauchen kann!

„Die Seefahrerin“ | Catherine Poulain

Ein Abenteuerroman mit einer weiblichen Protagonistin: einer Seefahrerin. Ich habe dieses Buch gerne gelesen, das – atmosphärisch kühl und rau – sehr authentisch wirkt. Die Autorin selbst hat mehrere Jahre auf den Meeren Alaskas verbracht und weiß daher genau, wovon und worüber sie schreibt. Das merkt man! Die Protagonistin selbst wirkt manchmal etwas naiv, was aber einfach in ihrem Naturell der etwas wortkargen, zupackenden Person gehört und lässt die Geschichte dadurch noch realer wirken. Der Roman greift mit dem Thema „starke Frau“ zwar etwas gerade durchaus Populäres auf, relativiert dies aber mit der Kombination „Seefahrerin“ zu einer Erzählung, die durchaus noch rar ist. Sein Potential hat das Buch vielleicht nicht ganz ausgeschöpft, aber man kann es durchaus verzeihen.

„Otto Dix. The Evil Eye. Der böse Blick.“ | Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen (Hrsg.)

Ein Kunstband, der eine Teilbiografie des Künstlers in Verbindung mit Zeitgeschichte und seinen Werken birgt. Da ich ein großer Bewunderer Otto Dix bin, mag ich es sehr. Seine Bilder sind ausdrucksstarke Impressionen einer krisengeschüttelten, aber gleichzeitig lebenslustigen und atemberaubenden Zeit, die mich sehr fasziniert. Dix wird dem Realismus und „Der neuen Sachlichkeit“ zugeordnet und eckt damals wie heute mit seiner Kunst an. Das ist gut. Kunst muss polarisieren, unterschiedliche Meinungen hervorrufen und Diskussionen bereichern. Das schafft Dix. Damals. Wie heute.

„Saint Mazie“ | Jami Attenberg

Attenberg greift die wahre Geschichte der Mazie Phillips aus dem New York der 1920er Jahre auf und konstruiert daraus einen Roman, der auf fiktiven Tagebucheinträgen Mazies und Zeitzeugenberichten basiert. Das hätte leicht danebengehen können – ist es aber nicht! Mir ist die Heldin Mazie Phillips, die die Armen und Hilfsbedürftigen unterstützt, wo sie nur kann, sehr ans Herz gewachsen. Auch Attenbergs Schreibstil begeistert durch klugen Wortwitz gepaart mit Humor und Einfallsreichtum! Bitte mehr!

„Die zwölf Leben des Samuel Hawley“ | Hannah Tinti

Oh, wie hat mich dieses Buch überrascht! Dieses mit knapp 600 Seiten doch recht dicke Buch habe ich innerhalb kürzester Zeit praktisch inhaliert. Es ist eine Mischung aus Abenteuer- und Entwicklungsroman und hat genau das, was ein Roman benötigt, um einen immer weiterlesen zu lassen. Atmosphärisch etwas düster, unterhaltsam und spannend erzählt. Aber ich mag gar nicht zu viel verraten, lest es am besten gleich selbst!

„Westlich des Sunset“ | Stewart O’Nan

Ein biografischer Roman über die Fitzgeralds in den 1930er Jahren. Er setzt also nach der „wilden Zeit“ der beiden ein. Zelda befindet sich in einer Nervenheilanstalt, während Scott versucht, beruflich Fuß zu fassen. Beide haben sich voneinander entfernt. Trotzdem (auch trotz Scotts neuer Liebe zu Sheila Graham) ist da immer noch eine Anziehungskraft und mehr noch, ein Verantwortungsgefühl Scotts gegenüber Zelda – und das von einem, der sein Leben aufgrund zahlreicher Alkoholeskapaden selbst alles andere als im Griff hat. Aber er versucht es. Auch für ihre gemeinsame Tochter. Wir tauchen nicht nur tief in die Fitzgeraldsche Geschichte nach den 1920ern ein (die in Rückblenden immer mal wieder angedeutet wird), sondern auch ins Hollywood der 1930er Jahre, treffen bekannte Persönlichkeiten und werfen einen Blick hinter die Kulissen. Sind mit dabei, wie Scott immer tiefer fällt, aber auch aufsteht und beginnt, an seinem letzten Roman (‚The Last Tycoon‘) zu arbeiten. Das alles ist wunderbar elegant und schön geschrieben, kein bisschen plump oder kitschig. Einzig ein wenig schwer im Magen liegt mir die Tatsache, dass Zelda viel zu kurz kommt. Es wird nur aus Scotts Perspektive berichtet, das zwar wohlwollend, dabei bleibt aber doch fast völlig unerwähnt, wie viel Einfluss sie literarisch auf ihn gehabt haben soll und welche Gründe dazu geführt haben, dass sie letztlich eingewiesen werden musste (er war da sicher kein Unschuldslamm) – und Zelda nicht bloß das „verrückte Flapper Girl“ gewesen ist. Letztlich haben sich wohl beide gegenseitig zerstört und die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte.

„Die Farbe von Milch“ | Nell Leyshon

Ein wunderbares Buch, das vor allem durch seine ungewöhnliche Grammatik und „einfache“, aber umso eindringlichere Sprache besticht. Mir hat es sehr gefallen, insbesondere die Atmosphäre, die sehr an „Das Seelenhaus“ von Hannah Kent erinnert! (Ich habe mich allerdings immer ein wenig dabei ertappt, wie ich gedanklich Kommas setzen wollte, die im Text fast komplett weggelassen werden – da muss man sich ein wenig dran gewöhnen!)

„Wie man es vermasselt“ | George Watsky

Eine Sammlung autobiografischer Stories, die sich allesamt ums Vermasseln drehen. Wer kennt das nicht? Das Leben ist nun mal alles andere als perfekt! Watsky berichtet humorvoll, klug und dabei sehr unterhaltsam von seinen eigenen „Vermasslungs-Geschichten“ und wirkt dabei vor allem unfassbar sympathisch!

„Der Baum auf dem Dach“ | Viktorija Tokarjewa

Dieses schmale Büchlein habe ich ihm Rahmen der „russian reading challenge“ gelesen. Die ersten knapp dreißig Seiten lasen sich ganz hervorragend und erinnerten entfernt an eine russische Version des kunstseidenen Mädchens von Irmgard Keun. Danach allerdings beschäftigt sich der Roman primär mit einer Dreiecksbeziehung und verliert somit für mich etwas an Substanz. Schade!

 

[Lesemonat] August 2017

Der August 2017 in Büchern. Wie immer gilt, ein Lesemonat soll bloß eine Art Zusammenfassung des Gelesenen sein und damit weder mich selbst, noch jemand anderen unter Druck setzen. Zusätzlich habe ich einige Bücher angefangen und wieder beiseitegelegt – sie passten in dem Moment einfach nicht, vielleicht kommt ihre Zeit später (oder nie) – von denen soll jetzt aber nicht die Rede sein.

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Alles in allem war es ein recht kunsthistorisch „belasteter“ Monat, was ich sogar sehr gut finde, gemischt mit aktuellen Titeln und einem Klassiker.

„From Hopper to Rothko. America‘s Road to Modern Art.“ | Dr. Ortrud Westheider (Hrsg.), Michael Philipp (Hrsg.)

Ein Begleitbuch zur Ausstellung im Museum Barberini Potsdam (noch bis zum 03. Oktober 2017). Hier geht es vorrangig um Kunst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in den USA, die in Europa erstaunlicherweise noch relativ unbekannt ist. Die bekanntesten Künstler sind betitelt (Hopper und Rothko), aber es gibt noch so viel mehr zu entdecken!

„Tamara de Lempicka“ | Gilles Néret

Ich liebe ihre ausdrucksstarken Bilder, die den Kubismus alltags- und gesellschaftstauglich machen (schon die aktuellen Atwood-Cover bewundert?). Ihr Leben ist aber auch äußerst interessant zu verfolgen!

„Frida. Ein Leben zwischen Kunst und Liebe.“ | Vanna Vinci

Wahnsinn. Nie hätte ich gedacht, dass man Frida Kahlos Leben und vor allem ihre eindrucksvolle Kunst in einen Comic packen könnte. Man lernt viel über Frida und ihre Denkweise, aber auch über ihre Kunstwerke. Sprachlich ist es natürlich nicht gerade ruhmreich, aber was will man auch in so kleine Sprechblasen quetschen? Sehr empfehlenswert!

„Das Original“ | John Grisham

Dieses Buch hat mich durchaus positiv überrascht. Grisham ist ein wunderbarer Erzähler und da mich Krimis in letzter Zeit doch recht schnell gelangweilt haben und hier das Gegenteil der Fall war, kann ich „Das Original“ nur empfehlen. Vor allem auch, weil es hier sehr viel um Literatur und den Literaturbetrieb an sich geht. Wahrscheinlich ist es das, was diesen Roman so besonders für mich macht.

„Sieh mich an“ | Mareike Krügel

Dieser Roman befasst sich mit einem sehr ernsten Thema, aber humorvoll verpackt. Ich habe äußerst viel gelacht – und wären die letzten 50 Seiten für meinen Geschmack nicht zu überzogen gewesen, könnte ich es komplett uneingeschränkt empfehlen.

„Blaupause“ | Theresia Enzensberger

Leider ist dieser Roman mein persönlicher Flop des Monats. Er konnte mich weder inhaltlich noch sprachlich vollends überzeugen. Für Bauhaus-Interessierte ist das Buch aber dennoch einen Blick wert.

„Geständnisse“ | Kanae Minato

Ein Thriller, der mich wunderbar hat ablenken können. Er entwickelt nach dem etwas langsamen Beginn eine Art Sogwirkung, der ich mich nicht entziehen konnte. Nicht alles macht Sinn, aber doch bleibt der Roman bis zum Schluss fesselnd.

„The Underground Railroad“ | Colson Whitehead

Sollte man, wenn möglich, auf Englisch lesen (sonst geht so viel von der wunderbaren Sprache verloren). Der Roman überzeugt, aber doch fehlte mir etwas, was ich leider nicht benennen kann.

„Fast eine Liebe“ | Alexandra Lavizzari

Eine wunderbar einfühlsam geschriebene Doppelbiografie über Carson McCullers & Annemarie Schwarzenbach. (Der Verlag ebersbach & simon ist übrigens auch sehr empfehlenswert!)

„1984“ | George Orwell

Der Klassiker des Monats. Ich bin doch sehr froh, endlich eine Bildungslücke schließen zu können. An manchen Stellen recht zäh, aber – du meine Güte – wie aktuell! (Wenn man bedenkt, wann der Roman zuerst erschienen ist!)

„Gottes Werk und Teufels Beitrag“ | John Irving

Mein Highlight im August. Dieses Buch kann ich wirklich jedem nur ans Herz legen. Es nimmt dich mit auf eine Reise durch moralische und ethische Grenzgänge, reißt dich aus deiner Komfortzone heraus und bleibt dabei doch immer verdammt herzlich!

[Lesemonat] Juli 2017

Der Juli in Büchern war durchwachsen, aber dennoch ganz gut. Lesetechnisch gefehlt hat mir ein weiteres Sachbuch bzw. eine richtige (Auto-)biografie. Eigentlich stand Marie Curie „auf dem Plan“ (der bei mir gar nicht existent ist, aber ich hatte Lust, mehr über sie zu erfahren), bin aber leider in der hiesigen Bibliothek nicht fündig geworden – so muss das noch ein wenig warten.

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„Lily und der Oktopus“ | Steven Rowley

Ein Roman über eine große Liebe: von Mensch zu Hund; und umgekehrt. Was passiert mit einem, wenn der treueste Begleiter plötzlich krank wird, weil er einen Oktopus auf dem Kopf sitzen hat? Stellenweise tragisch-schön, manchmal aber auch ein wenig zu viel des Guten (z.B., wenn Lily in Hundesprache spricht). Ich mochte es aber dennoch gerne. Kurz: „Lily und der Oktopus“ ist ein herzerwärmendes, aber auch trauriges Buch, das vor allem durch die Skurrilität und den Fantasiereichtum des Autors lebt. Es ist ein fluffiges und zugleich nicht fluffiges Buch. Für Fans von „Das Rosie-Projekt“ und schweren Themen, die schön und leicht locker verpackt sind, eine klare Empfehlung!

„Magonia“ | Maria D. Headley

Ein Jugendbuch, das besonders sein soll. Magisch wunderbar, zum der Realität entschwinden. Leider konnte mich „Magonia“ nicht ganz überzeugen, da ich weder mit der Protagonistin, noch mit der Geschichte warmgeworden bin. Vielleicht falle ich auch einfach nur nicht in die Zielgruppe, aber ich hatte mich auf eine magische Geschichte gefreut, die mich letzten Endes überhaupt nicht fesseln konnte. Dafür haben mir die Sprachspielereien der Autorin sehr gefallen. Bitte mehr davon und weniger patzige Protagonistin beim nächsten Mal!

„Giacinta“ | Luigi Capuana

Ein Klassiker wird neu entdeckt. „Giacinta“ besticht durch seine herrliche Sprache, die elegant kühl und gleichzeitig wohlig wärmend ist sowie durch seine Protagonistin Giacinta Marulli. Eine eigenwillige, zielstrebige, moderne Frau, die sich durch nichts so leicht unterkriegen lässt – so scheint es. In ihrem Inneren brodelt es. „Giacinta“ ist ein Roman, der es inhaltlich wie sprachlich sehr gut mit den geläufigen Klassikern zum Thema „dramatisches Frauenschicksal“ (klingt blöd, aber in meiner Rezension könnt ihr nachlesen, was ich meine) aufnehmen kann: „Anna Karenina“, „Madame Bovary“, „Effi Briest“. Sehr lesenswert!

„The Hate U Give“ | Angie Thomas

DAS Buch der Stunde. Angie Thomas trifft mit „THUG“ mitten ins Herz der Leser|innen und des politischen wie gesellschaftlichen Geschehens. „The Hate U Give“ ist sicherlich auf mehreren Ebenen ein wichtiges Buch. Nicht nur, weil es Rassismus und Polizeigewalt thematisiert, sondern auch, weil es sehr lebensecht und (nicht nur) für Jugendliche nachvollziehbar geschrieben ist. Ein paar Stellen empfand ich als „zu glatt“ und auch manchmal als etwas zu „kindlich“ bzw. „jugendlich“, aber das ist Kritik auf hohem Niveau. Ich halte dieses Buch für sehr, sehr lesenswert, wenn ihr mögt, dann am besten sogar im Original.

„Exit West“ | Mohsin Hamid

Dieser Roman erscheint erst im August (genauer: am 22.08.2017), daher kann ich noch nicht allzu viele Worte darüber verlieren. Es ist ein gutes, ein wichtiges, ein politisches Buch, das zum Nachdenken anregt. Mich konnte es – mit Abstrichen – überzeugen.

„Too Much and Not the Mood“ | Durga Chew-Bose

Essays, mitten aus dem Leben gegriffen – fürs Herz, die ans Herz gehen. Mehr brauche ich eigentlich nicht dazu zu schreiben. Ihr werdet euch beim Lesen auf jeden Fall das ein oder andere Mal wiederfinden und vielleicht sogar manche Dinge mit anderen Augen sehen. Absolut empfehlenswert!

„Livealbum“ – Benjamin v. Stuckrad-Barre

Der (wenn ich mich jetzt nicht täusche) zweite Roman von Stuckrad-Barre. Hier begleiten wir ihn auf Lesereise. Gewohnt schlagfertig werden hier das Umfeld und so auch die Gesellschaft (aber auch Stuckrad-Barre selbst) gekonnt analysiert und aufs Korn genommen, sprachlich eine Wohltat. Ich mags. Sehr!

 

[Lesemonat] Juni 2017

In den letzten Monaten habe ich mich ein wenig selbst genervt, weil ich häufiger als beabsichtigt eher das gelesen habe, was gerade so „in“ bzw. „neu“ war als das, was ich eigentlich lesen wollte. Daraufhin habe ich beschlossen noch mehr das zu lesen, wonach mir gerade der Sinn steht (was ich ja eigentlich eh schon tue). Also zwischen all die vielen Neuerscheinungen immer mal einen Klassiker zu packen oder einfach ein Buch, über das sonst eher wenig geredet wird. Das sind doch oft die kleinen großen Schätze. Diesen Monat hat das meiner Meinung nach ganz gut geklappt.

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Jeffrey Eugenides – Die Selbstmord-Schwestern

Dieses Buch hat lange im Bücherregal auf seinen Einsatz gewartet. Den Film von Sofia Coppola fand ich damals sehr beeindruckend. Irgendwie haben sowohl Film als auch Buch etwas Magisches an sich, wobei ich zugeben muss, dass ich die Atmosphäre im Film als etwas greifbarer empfunden habe. Dennoch ein Roman, den man als Fan (wenn man das in diesem Fall so sagen kann) von schweren Themen irgendwann einmal gelesen haben sollte. Außerdem schreibt Eugenides einfach so gut.

Margaret Atwood – Der Report der Magd

Ein Buch, über das aktuell viel gesprochen und diskutiert wird. Nicht nur aufgrund der hochaktuellen Thematik, sondern vor allem auch, weil die TV-Serie erschienen ist. Ich bin ein großer Atwood-Fan, habe mich aber an dieses Buch zunächst nicht herangewagt. Aus Respekt. Dabei ist es Atwood hier sehr gut gelungen, eine moderne Dystopie zu schreiben, die erschreckend lebensnah und authentisch wirkt. Der Atwoodsche Schreibstil ist hier noch nicht ganz so speziell wie er es in den neueren Werken ist, aber das ist gerade gut. So kann man „Der Report der Magd“ auch bestens als Atwood-Neuling lesen.

Deborah Crombie – Beklage deine Sünden

Endlich mal wieder ein britischer Krimi. Das kann, neben Agatha Christie, Sir Arthur Conan Doyle und neuerdings auch Robert Galbraith aka J.K. Rowling, keiner so gut wie Crombie. Man hat immer ein bisschen das Gefühl, man müsse sich jetzt Teegebäck und Earl Grey bestellen, während man mit ihren Büchern auf Krimireise nach England geht. (Und das, obwohl Deborah Crombie gar keine Britin ist!). Elegant, unblutig und dennoch spannend.

Ann Patchett – Die Taufe

Ein Familienroman, der durch seine Sprachschönheit besticht. Es geht hauptsächlich darum, was ein einziges Ereignis auslösen kann. Wie sich diese eine Sache auf sämtliche Bereiche im Leben einer Familie auswirken kann. Ich habe mich beim Lesen immer leicht an „Das Nest“ von Cynthia d’Aprix Sweeney und an die TV-Serie „The Slap“ erinnert gefühlt. Ein schönes literarisches Sommerbuch!

Haruki Murakami – Von Beruf Schriftsteller

Eine Autobiographie, die keine sein soll, aber doch eine ist, vom Meister des modernen Kafkaesken. Ich hatte mir – zugegeben – ein ganz klein wenig mehr erwartet, aber doch ist es schön, Murakami mal „ganz privat“ zu lesen. Wieso er schreibt, wie er dazu gekommen ist, was er davor gemacht hat (…) usw. Hier sollten viele Fragen beantwortet werden. Für Murakami-Fans also eine absolute Pflichtlektüre!

Documenta 14: Daybook

Ein interessanter und anderer Blick auf die Künstler der aktuellen documenta. Kein Ausstellungsführer an sich, sondern mehr Kunst in der Kunst – oder so. Für Kunstliebhaber schon alleine deswegen einen Blick wert.

Luisa Stömer & Eva Wünsch – Ebbe & Blut

Moderner Feminismus ist zwar gerade – wie mir scheint – irgendwie Trend, aber das heißt nicht, dass das Thema weniger wichtig geworden ist. Im Gegenteil. Man sollte nur richtig filtern. Und dieses Buch gehört definitiv zu den wichtigen und schön gemachten „Aufklärungsbüchern“ für Frauen. Den eigenen Körper zu verstehen und gern zu haben, ist nämlich ziemlich super.

Édouard Louis – Das Ende von Eddy

Eddy und ich hatten arge Startschwierigkeiten. Es ist nicht schlecht, auf keinen Fall, aber zwischendurch sind Passagen, die mir einfach zu brutal und gleichzeitig platt erschienen und dadurch die Möglichkeit Empathie zu empfinden etwas eingeschränkt haben. Dennoch nimmt das Buch einen mit und ist somit eines, an das man wohl immer wieder zurückdenken wird.

Bonnie-Sue Hitchcock – The Smell Of Other People’s Houses (Der Geruch von Häusern anderer Leute)

Ein wunderschönes Jugendbuch, das in Alaska spielt. Mehrere Jugendliche und ihre Schicksale werden miteinander verbunden. Es geht um die großen Themen: Armut, Liebe, Zukunft, Vergangenheit, Schicksal, Familie und Geheimnisse. Nicht immer ist alles ganz stimmig, aber dennoch sehr lesenswert. Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2017.

Morgan Parker – There are more beautiful things than Beyoncé

Lyrik über das Leben als Frau. Als schwarze Frau. Mit Wut und Ärger und Liebe im Bauch. Nicht alle Texte empfand ich persönlich als umwerfend gut, aber das ist ja immer so eine Geschmackssache. Dennoch empfehlenswert!

Rupi Kaur – Milk & Honey

Noch mal Lyrik. Ich wollte es erst gar nicht lesen, getreu dem Motto: Was alle toll finden, interessiert mich jetzt mal aus Prinzip nicht. Ja, blöd. Ich bin sehr froh, dass ich es nun doch gelesen habe. Denn es ist so ein Buch, das einen durchwirbelt. Es lässt einen tiefste Empfindungen (wieder) erleben, aber es nimmt einen auch in den Arm. Definitiv ein Buch, in das ich immer mal wieder hineinschauen werde.

Yann Martel – Life of Pi

Seitdem ich den Film vor ein paar Jahren gesehen habe, wollte ich unbedingt auch das Buch gelesen haben. Vorher hat mich das Thema nie besonders interessiert. Ich dachte eher: Ein Schiff, ein Tiger, ein Junge? Die ganze Zeit? Wie langweilig! Tatsächlich beginnt das Buch auch etwas zäh, vor allem die vielen religiösen Aspekte haben mich ein wenig … nunja … genervt. (Bitte nicht falsch verstehen!) Aber so ab Seite 120 wird es dann doch noch richtig gut und spannend, auch wenn man die eigentliche Geschichte schon kennt.

Lize Spit – Und es schmilzt

Dieses Buch erscheint erst im August, daher vorerst nur so viel: erschütternd!

[Lesemonat] Mai 2017

Der Mai in Büchern. Wie immer eine recht interessante Mischung an Genres, ich leg mich da nicht so fest. Man merkt es, oder? Ich lese gerne das, worauf ich Lust habe und sehe keinen Sinn darin, nicht auch mal zu einem Buch zu greifen, von dem ich weiß, dass es mich vielleicht sprachlich nicht hundertprozentig überzeugt, aber doch in eine andere Welt trägt. Soll heißen, ich verurteile niemanden für das, was er liest. Ich bin zwar kein ‚Shades of Grey‘ Fan (um ein populäres Beispiel zu nennen), aber wenn jemand daran Gefallen findet, who cares? Ganz ehrlich, Bücher sollen zwar einerseits zum Nachdenken anregen, eine kulturelle, gesellschaftliche, die Intelligenz und das eigene Empathieempfinden fördernde Bereicherung sein (und das ist auch wichtig und gut so!), aber wenn sie einfach mal „nur“ zur Unterhaltung dienen finde ich das auch vollkommen legitim. Ich merke nur in letzter Zeit sehr stark, dass ich unterfordert bin, wenn ich zu solchen Büchern greife – in diesem Monat beispielsweise „Into the Water“ von Paula Hawkins.

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Das soll gar nicht überheblich klingen, aber mir fehlt dann was. Darum greife ich doch vermehrt zu literarisch/sprachlich hochwertigeren Büchern. Nicht immer, aber oft. Wenn ich dann zwischendurch doch mal etwas „leichtere Kost“ brauche, mache ich das. Ich finde es albern die Nase zu rümpfen, wenn man gerne mal einen Krimi, einen Comic, ein Jugendbuch oder einen historischen Roman liest. Da kann auch eine ganze Menge drinstecken! Generell bin ich nicht der Typ Mensch, der gerne vorschnell über andere urteilt – das passiert mir auch, klar, aber ich versuche es zu vermeiden. Und weil oft gesagt wird „Du bist, was du liest“ wird da meiner Meinung nach übereilt geurteilt. Ich kenne aus Erfahrung viele, die sich mit einer literarisch und philosophisch hochwertigen Hausbibliothek schmücken (und schmücken ist dabei das exakt richtige Wort), in echt aber so viel davon verstehen wie eine Scheibe Toastbrot. (Sorry liebes Toastbrot, ich meine es nicht so!) Das hat also nicht immer unbedingt etwas zu sagen. Bitte nehmt mir diesen Vergleich nicht übel, aber manchmal bin ich es so satt, wenn ich höre und sehe, wie über andere aufgrund von Kleinigkeiten geurteilt wird – in allen Lebensbereichen! Es nervt einfach nur noch.

Ich merke schon, ich schweife ab. Zurück zum eigentlichen Thema. Gelesen im Mai:

John Irving – Das Hotel New Hampshire

Im Rahmen des #paperandpoetryleseclub’s erneut gelesen und mich wiederholt in Sprache, Figuren und diesen ganz gewissen Irvingschen Zauber verliebt. Durch den Leseclub allerdings gelernt, dass nicht jeder Irving verfällt, schade, aber ich kann es verstehen. Dennoch: Seine Bücher sind es wert! (Den Leseclub findet ihr mittlerweile auf Goodreads!)

Svenja Gräfen – Das Rauschen in unseren Köpfen

In einer Nacht durchgelesen, so verstanden gefühlt, weil ihre Sprache und Textform berührt. Unbedingt lesen! Auch – oder gerade – wenn Liebesgeschichten nicht euer Ding sind, das hier ist sehr viel mehr. Leben, Liebe, Freundschaft, Gefühl auf einer authentischen Basis. Das könntet ihr sein, das könnte ich sein.

Rainbow Rowell – Eleanor & Park

Fast wäre mir das Buch doch ein wenig zu „kitschig“ gewesen, aber schön, sehr schön. Die erste Liebe in all ihren Facetten. Traurig, berührend und bestimmt nicht nur was für Jugendliche.

Maja Lunde – Die Geschichte der Bienen

Sprachlich und emotional bin ich nicht hundertprozentig überzeugt, aber die Message des Buches und auch wie sich am Ende alles zusammenfügt, lassen mich den Roman mit einem überaus positiven Lesegefühl zurück. Es regt zum Nach-, Über- und Weiterdenken an. Lesenswert!

Bret Easton Ellis – American Psycho

Ich hatte Respekt vor diesem Buch, vor seiner Brutalität und seiner Gewaltsamkeit (zu recht!), aber es hat mich auch beeindruckt. Es ist zugleich abstoßend (die Gewalt) und anziehend (Ellis Beobachtungsgabe). Das bleibt auf jeden Fall haften.

Felix Lobrecht – Sonne und Beton

Dieses Buch hat mich überrascht. Ich hatte etwas sehr viel Leichteres, irgendwie Unausgereifteres erwartet. Figuren, Sprache sowie Geschichte haben mich definitiv überzeugt. Dit is jut!

Marlon James – Eine kurze Geschichte von sieben Morden

Das ist schon ein Wahnsinnsbuch. Stark und kräftig, gewaltig in der Sprache wie im Inhalt. Nicht immer leicht lesbar, man muss schon in der richtigen Stimmung sein, aber absolut lesenswert!

Paula Hawkins – Into the Water

Mein Flop des Monats. Ich hatte so Lust auf einen Thriller, aber das hier, nee, das war wirklich nix für mich. Weder sprachlich noch inhaltlich. Es ließ mich beides kalt. Schade!

Chimamanda Ngozi Adichie – Dear Ijeawele, or a Feminist Manifesto in Fifteen Suggestions

Adichie sollte jede|r lesen! Ich mag ihre Texte, weil sie so verständlich geschrieben sind, ohne dabei abgehobene Tipps zu geben oder ihre Meinung aufzuzwingen. Nicht alles überzeugt mich, nicht alles ist neu, aber gerade das ist so authentisch und gut.

The Suffragettes

Ein Minibuch über die Bewegung der Suffragetten – mit kurzen Artikeln, Briefen, Postern und Schriften! Empfehlenswert für die Heimbibliothek und alle, die an dem Thema interessiert sind, sich aber erst mal nur einen Überblick verschaffen möchten.

Megan Hunter – Vom Ende an

Ein schmales Buch mit enormer Wirkkraft. Es beschreibt eine Zukunft, die düster und doch hoffnungsvoll ist. Denn, wo ein Anfang ist, ist auch ein Ende. Ein Roman, der dadurch besticht, dass er anders ist.

[Lesemonat] April 2017

An dieser Stelle folgt eine kurze Zusammenfassung meines Lesemonats April 2017. Wie immer gilt, dass ich so lese, wie es mir Spaß und Freude bereitet. Das heißt, dass ich mir kein besonderes Leseziel setze. Sicher habe auch ich ein paar Bücher hier liegen, z.B. Lese- bzw. Rezensionsexemplare, die ich möglichst bald lesen „muss“, aber dieses „muss“ bleibt bei mir dennoch relativ neutral besetzt. Außerdem möchte ich im Mai gerne etwas „unabhängiger“ lesen. Für mich bedeutet das, immer im Wechsel zu lesen. Also ein, zwei Neuerscheinungen, dann wieder ein, zwei Bücher, die schon etwas „älter“ sind. Das können Klassiker sein oder auch einfach mal wieder ein Krimi, ein Jugendbuch, ganz egal, aber mir muss gerade der Sinn danach stehen und es sollte nicht gerade neu herausgekommen sein.

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Mir haben eigentlich alle Bücher, die ich im April gelesen habe, gut gefallen. Allerdings hatte ich mit „Altes Land“ von Dörte Hansen doch so meine Probleme. Es war aus verschiedenen Gründen einfach nicht mein Buch. (Das könnt ihr aber auch in meiner Rezension nachlesen.) Mein Lesehighlight April war „So, und jetzt kommst du“ von Arno Frank. Es ist eine etwas andere Familiengeschichte mit zartbitterer Tragikomik. Eigentlich passiert in dem Buch nicht viel, aber gerade das liest sich ganz wunderbar. Ich habe richtig mitgefiebert und am Ende sogar ein Tränchen vergossen, was ich relativ selten beim Lesen tue. Ein wenig Kummer hatte ich mit Tom Kummers „Nina & Tom“, weil ich mitten im Buch steckte als die Plagiatsvorwürfe gegenüber Kummer veröffentlicht wurden und ich dann sozusagen in einem moralischen Dilemma steckte. „Darf“ ich das Buch jetzt weiterlesen oder nicht? Muss ich mich dann schlecht fühlen? „89/90“ von Peter Richter behandelt die Thematik der deutschen Geschichte zur Zeit der Wende. Sehr authentisch, lebensnah, aber auch chaotisch und – für mich besonders schön – mit viel Musik aus den 80ern/90ern. „Die Erfindung der Flügel“ von Sue Monk Kidd behandelt historisch den Aspekt der Sklaverei, aber auch den der Rolle der Frau im Amerika Anfang des 19. Jahrhunderts. Es ist nicht nur interessant, sondern auch noch wunderbar geschrieben. „Der Scheik von Aachen“ von Brigitte Kronauer ist für all jene Buchliebhaber, die es sprachgewaltig mögen. Es ist auf jeden Fall ein wirklich tolles Buch, aber wahrscheinlich doch eher speziell. „Lanz“ von Flurin Jecker ist ein Coming-of-Age-Roman, der auch vor allem durch seine Sprache lebt. Ebenso „Alles, was ich nicht erinnere“ von Jonas Hassen Khemiri, welches auf mich eine richtige Sogwirkung ausübte. „Soloalbum“ von Benjamin v. Stuckrad-Barre war interessant zu lesen, da man, wenn man „Panikherz“ bereits gelesen hat, auch in „Soloalbum“ allerhand Persönliches herauslesen kann, sodass einiges mehr Sinn ergibt (so habe ich es zumindest empfunden). „Das Buch der Wunder“ von Stefan Beuse ist in der Tat ein wundersames Buch. Ich weiß nicht so ganz, ob es nun Krimi, Abenteuer, Fantasy oder Drama ist, aber ich denke, genau das macht es auch aus. Je nach eigener Persönlichkeit entwickelt das Buch eine Art Eigendynamik. „Did you ever have a family“ („Fast eine Familie“) von Bill Clegg ist ein Familienroman voller Tragödien. Zum Mitfiebern, Mittrauern und Mitmenschlichsein – und endlich mal wieder ein englischsprachiger Roman. Das sollte ich wohl auch dringen ändern. (Wieder mehr im Original lesen!)

[Lesemonat] März 2017

Ich habe hin und her überlegt, ob ich noch Lesemonate online stellen sollte. Letztendlich habe ich mich – zunächst – dafür entschieden, aber ich möchte etwas vorwegschicken: Es ist mir überhaupt nicht wichtig, wie viele Bücher ich oder jemand von euch in einem Monat liest, geschweige denn wie viele Seiten sich bei mir oder euch monatlich, jährlich oder in einem ganzen Leben ansammeln. Lesen ist für mich kein Leistungssport, sondern mein allerliebstes und größtes Hobby, vielleicht sogar etwas mehr als das. Niemand sollte sich unter Druck gesetzt fühlen, weil er „zu wenig“ oder „zu viel“ liest oder vielleicht auch „zu trendbewusst“ oder „zu unabhängig“. Sicher ist das schwer, in Zeiten von sozialen Medien und quasi Daueronlinepräsenz seinen eigenen Weg zu finden und es ist auch nicht schlimm, sich etwas beeinflussen zu lassen. Das gehört dazu. Ich nehme mich da kein Stück von aus. Oft denke ich mir, ich sollte unabhängiger lesen, vielleicht sogar weniger lesen, aber dann denke ich mir wiederum: Wieso etwas kaputt überlegen, was mir so viel Freude bereitet? Dennoch liegt es mir am Herzen, noch mal zu betonen, dass es vollkommen in Ordnung ist, mal keine Lust auf ein Buch zu haben, sondern lieber den Abend mit seinen Freunden oder seiner Familie oder einer guten Serie, Sport, was auch immer, zu verbringen. Genauso ist es total ok, lieber ein Buch zu lesen und den Abend „alleine“ zu bleiben. Macht das, worauf ihr Lust habt, dann habt ihr auch Spaß daran. Das Leben ist nicht planbar, darum auch nicht, wie viel und was man liest. Manchmal steht einem der Sinn eben mal nach einem Krimi, einem historischen Roman, einer Liebesschnulze, einem Comic, whatever, auch wenn man sonst eher „gehobenere“ Literatur liest. Ich finde das nicht tragisch, im Gegenteil, ich finde das absolut menschlich und vertretbar. Wo kämen wir denn hin, wenn alle nur noch geradeaus schauen würden, ohne den Blick schweifen zu lassen?

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Ein weiterer Grund, warum mir Lesemonate online stellen schwerfällt, ist der, dass ich einfach nie „vollständige“ Fotos werde zeigen können. Ich lese momentan unheimlich viele Bücher, manche leihe ich aus, viele verleihe ich wiederum und ab und zu lese ich auch mal unterwegs elektronisch (wenn auch ungern). Da bleibt am Ende des Monats nie das Gesamtpaket vorzeigbar im Regal. Für mich ist das nicht schlimm, Bücher und Geschichten sind zum Teilen da (auch wenn ich manche am Ende doch lieber wieder zu Hause haben möchte, es sind halt gute Bekannte geworden). Bevor ich jetzt noch weiter aushole, folgt ein Ausschnitt meines Lesemonats März zwanzigsiebzehn:

‚Die Widerspenstigkeit des Glücks‘ von Gabrielle Zevin

‚Licht‘ von Anthony McCarten

‚Jahre wie diese‘ von Sadie Jones

‚Die Tiere von Picasso‘ von Boris Friedewald

‚Applaus für Bronikowski‘ von Kai Weyand

‚Die Unvollendete‘ von Kate Atkinson

‚Wenn nachts der Ozean erzählt‘ von Zana Fraillon

‚Bis an die Grenze‘ von Dave Eggers

‚Eine englische Ehe‘ von Claire Fuller

‚Durch Mauern gehen‘ von Marina Abramović

‚Das Buch der Spiegel‘ von E.O. Chirovici

‚Panikherz‘ von Benjamin v. Stuckrad-Barre

‚Der Club‘ von Takis Würger

‚Die stillen Trabanten‘ von Clemens Meyer

‚Jürgen‘ von Heinz Strunk

Nicht zu jedem Buch gibt es eine Besprechung. Auch wenn ich sehr gerne schreibe, fehlt doch manchmal die Zeit, die Energie und ab und an möchte ich ein Buch auch nicht „auseinandernehmen“. Vor allem dann, wenn es mir besonders gut gefallen hat. Über manche Bücher kann und möchte ich nicht viel schreiben, weil ich sie in Gedanken als ein besonderes Erlebnis, ein außerordentliches Gefühl bewahren möchte. Beinahe jede Zeile wäre in diesem Fall zu viel. Ich hoffe, ihr versteht das.

 

[Lesemonat] Januar und Februar 2017

Da ich es leider im Januar nicht geschafft habe, hier meinen Lesemonat online zu stellen, hole ich das gleich mal mit dem Februar zusammen nach.

Lesemonat Februar 2017
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Im Februar habe ich – entgegen meiner Erwartungen – doch recht viele gute Bücher
gelesen. Mein persönliches Highlight? ‚Ellbogen‘ von Fatma Aydemir. Kann ich wirklich jedem empfehlen, der gerne mal wieder etwas Feuer beim Lesen spüren möchte. Ich habe das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen, da ich einfach nicht mehr aufhören konnte. Die Geschichte um Hazal hat mich so dermaßen gefesselt, solch ein Lesegefühl hatte ich wirklich schon lange nicht mehr. Ein weiteres Lesehighlight des Februars ist ‚Das geträumte Land‘, eine wirklich tolle, authentische und mit wunderbarer Erzählkraft geschriebene Geschichte um einen afrikanischen Immigranten in Amerika (mehr gibts hier). Etwas enttäuscht war ich von Margaret Atwoods ‚Die steinerne Matratze‘. Es ist zwar einfallsreich und grandios geschrieben wie immer, aber nicht alle Erzählungen konnten mich überzeugen und irgendwas fehlte mir darin. Auch ‚180 Grad Meer‘ von Sarah Kuttner fand ich eher fad, obwohl ich mir so viel von der Geschichte erhofft hatte.

T.C. Boyle – Hart auf hart

Monsters – Emerald Fennell

Ellbogen – Fatma Aydemir

Die steinerne Matratze – Margaret Atwood

Geister – Nathan Hill

Das geträumte Land – Imbolo Mbue

180 Grad Meer – Sarah Kuttner

Realitätsgewitter – Julia Zange

Lettipark – Judith Hermann (Hörbuch)

Im Schatten unserer Wünsche – Jeffrey Archer

Lesemonat Januar 2017

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Persönliche Lesehighlights im Januar 2017 waren die beiden Hischmanns, der ‚Elefant‘
und ‚Die Terranauten‘. Alle vier Bücher konnten mich überraschen und durch ihren innovativen Ideenreichtum überzeugen. Ein wenig enttäuschend hingegen empfand ich ‚Das Haus in der Nebelgasse‘, was ich mir wirklich anders und weitaus spannender vorgestellt hatte sowie ‚3000 Euro‘, welches ich zwar als sehr gut, aber nicht herausragend bezeichnen würde (zu hohe Erwartungen?).

 

Honig – Ian McEwan

Elefant – Martin Suter

Die Blumen von gestern – Chris Kraus

Der begrabene Riese – Kazuo Ishiguro

Das Umgehen der Orte – Fabian Hischmann

Am Ende schmeißen wir mit Gold – Fabian Hischmann

Die Geschichte eines neuen Namens – Elena Ferrante

Die Terranauten – T.C. Boyle

3000 Euro – Thomas Melle

Das dunkle Herz des Waldes – Naomi Novik 

Das Haus in der Nebelgasse – Susanne Goga

Meine geniale Freundin – Elena Ferrante (Hörbuch)

Sofern ich es geschafft habe, eine Rezension auf den Blog hochzuladen, gelangt ihr zu dieser mit einem Klick auf den jeweiligen Buchtitel und zugehörigen Autor. Anderenfalls dürft ihr gerne auf Goodreads oder Instagram vorbeischauen (paper.and.poetry), da gibt es häufig viele kurze Zusammenfassungen, Meinungen und Updates zu meinem ‚Lesestatus‘. Ich freue mich!